Geschichtliches


Löffelbach, in erster Linie durch die archäologischen Ausgrabungen und die römische Villa bekannt, wird im Jahre 1240 erstmals urkundlich genannt. Das Dorf unter der Burg Neuberg ist als die älteste Dorfgründung der Herren von Neuberg anzusehen, die um 1166 die gleichnamige Burg erbauten.

Die Gründung des Dorfes ist somit in der Zeit zwischen 1170 und 1190 durch Gottschalk von Neuberg anzunehmen. Nach einer Erbteilung fiel es seinen zwei Söhnen, Gottschalk II. und Rudolf von Stadeck, zu.

Auch der Wald an der Hochwarth wurde anlässlich dieser Erbteilung (um 1190) aufgeteilt. Die eine Hälfte zählte später zur Burg Neuberg, die andere, Stadecker, fiel an die Grafen von Montefort, schließlich an die Teuffenbacher. Der größte Anteil am Dorf Löffelbach blieb bei den Neubergern und ihrer Burg. Dorthin dienten die Untertanen zu Georgi außer den Geldzins auch Eier, Käse und Hühner. Die Neuberger Untertanen in Löffelbach hatten darüber hinaus täglich Robotdienste zu leisten.

Trautmannsdorfer Besitz in Löffelbach ist ab dem Jahr 1448 bezeugt, er stammt offenbar von ihren Herrn, den Neubergern. Als in diesem Jahr die Söhne Ulrichs von Trautmannsdorf ihr Erbe teilten, erhielten Herrandt und andere mit der Feste Kirchberg auch die Güter zu Löffelbach. Der Teuffenbacher Besitz in Löffelbach geht zum Teil auf die Neuberger, zum größten Teil aber auf ihre Herren, die Stadecker, zurück.

Auch Löffelbach ist als planmäßig angelegte Siedlungsgemeinde der Kolonisationszeit mit regelmäßiger Gewannflur und Allmende, die später aufgeteilt wurde, zu bezeichnen.

An der Spitze der Gemeinde stand ein gewählter Dorfrichter, als solche sind Mathias Mauerhofer (1797), Mathias Poßl (1821) und Joseph Mog (1844) überliefert.

Anlässlich der im Jahre 1770 durchgeführten Volkszählung wurde Löffelbach mit Löffelberg, Buchberg, Heckerberg, Hausberg und Neuberg ein Nummerierungsabschnitt der Pfarre Hartberg und als solcher in der Folge Steuer- und Katastralgemeinde.